Klavierunterricht mal anders

Liebe Musikfreunde,

Sie haben sich dazu entschlossen, Klavier zu spielen. Damit stellen sich oft zahlreiche Fragen — zum Instrument, zu den Besonderheiten des Lernprozesses etc. Ich hoffe, dass die Antworten meiner erwachsenen Schüler, die im Alter zwischen 30 und 70 Jahren mit dem Klavierspiel begonnen haben, Ihnen dabei helfen, Ihren eigenen Weg zu finden, Ihre individuellen Wünsche zu verwirklichen, Neues zu entdecken und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Ihre Olga Friesen
Akustisches Klavier oder Digital-Piano?
"Das digitale Piano war für mich lange Jahre eine gute Alternative zum akustischen Klavier. Dynamischer Anschlag, guter Klang, kein Klavierstimmer von Nöten, leicht zu transportieren. Ich lernte in 6 Jahren viele Stücke auf dieser Art von Instrument ... leider mit bedauernswertem Ergebnis: als ich auf das akustische Klavier wechselte merkte ich, dass ich eigentlich nicht "laufen" konnte. Man stelle sich einen Koch vor, der 6 Zutaten besitzt und glaubt, damit die Speisen der Welt bereiten zu können. Ich musste nach 6 Jahren Klavierspiel die Basis des Spiels neu erlernen. Den Anschlag der Tasten um weich, hart, klagend, traurig oder fröhlich zu klingen. Die Haltung der Finger, Hände, Arme und Schultern. Die Verteilung des Gewichts auf die Finger. Sprich: das gesamte Verständnis, wie Bewegung und Klang zusammen hängen hatte sich bei mir auf dem digitalen Piano noch nicht entwickelt. Ich würde nie wieder auf einem digitalen Instrument mit dem Spiel beginnen - ich habe Jahre dadurch verloren. Ich würde auch nicht meinem Kind sagen: lerne Schwimmen erstmal an der Spielekonsole, wenn Du es magst, gehen wir ins Wasser...."
"Ja, für mich ist es jetzt wichtig ein gutes Instrument zu haben, auch wenn ich "nur" Anfänger bin - sodass jeder Ton ein Geschenk ist. Das Klavier hat lebendige Töne."
Was möchte ich mit dem Klavierunterricht erreichen?
"Mein großes Ziel wäre es ein akzeptables Repertoire an Stücken zu beherrschen und die nötigen Techniken zu erlernen, um mir jederzeit weitere Stücke selbst beibringen zu können. In mir reift auch die Idee, mich mehr dem Thema Klavier zu widmen und vielleicht zu versuchen, eine Art kleiner "Pianist" zu werden. Das Ziel ist nicht der beste Pianist zu werden, aber vielleicht der sympathischste und auffälligste. Es würde mich auch reizen, sofern ich irgendwann besser Klavier spielen kann, zusammen mit anderen Menschen zum Beispiel vier- oder sechshändig auf dem Klavier oder in einem Ensemble zu musizieren."
"Ich will immer mehr dazu lernen und schauen, wo es hingeht. Es fühlt sich gerade gut an, mich mit Nichts und Niemandem zu vergleichen. Aber mein Wunsch ist, dass die Lust zu spielen und die Motivation zu üben bleiben!"
Was fasziniert mich am Klavierspiel?
"Mir gefällt es, ein Instrument "anzufassen" und den Klang wahrzunehmen."
"Beim Klavierspiel kann ich mein Gehör aktivieren, meinen Tastsinn und muss mich darauf verlassen lernen. Ich lerne mich auf eine andere Art und Weise auszudrücken, nämlich nicht durch Worte, sondern durch Töne. Ich finde es erfüllend und gleichzeitig aber auch beruhigend mich neu kennenlernen zu können."
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